Auf dem Bildschirm eines Smartphones ist die LinkedIn-App und darin LinkedIn-Ads von HUMANBRAND zu sehen.

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LinkedIn-Ads – Überblick & Neuerungen

Werbeformate, Ziele und Platzierungen bei LinkedIn

Bei LinkedIn-Ads hat sich einiges getan. LinkedIn Sponsored Content heißt jetzt Feed Ad und InMails heißen in Zukunft Message Ads: Die Bezeichnungen sind neu, die Funktionen bleiben gleich. Auch neu ist die zielbasierte Kampagnenerstellung im Werbeanzeigenmanager, welche es Werbetreibenden erleichtern soll, ihre Kampagne entlang des Marketing-Funnels zu gestalten. Wir geben Ihnen einen kurzen Überblick über die jüngsten Neuerungen.

LinkedIn ist als größtes Online-Business-Netzwerk fast schon unumgänglich für Werbetreibende im B2B-Bereich, denn hier sind vor allem die Fach- und Führungskräfte – also die Entscheider in Unternehmen – unterwegs. In unserer Agenturpraxis haben sich LinkedIn-Ads für die Bewerbung von B2B-Produkten und -Services bewährt, was vor allem der exakten und individuellen Zielgruppenansprache geschuldet ist. Nun hat der LinkedIn-Werbeanzeigenmanager, der Kampagnen-Manager, einige Neuerungen auf Lager. Auf diese wollen wir im Folgenden näher eingehen.

Creation von LinkedIn-Ads entlang des Marketing-Funnels

Noch in der Beta-Version befindet sich der neue Werbeanzeigenmanager, der vor allem eine große Neuerung aufzeigt: die zielorientierte Kampagnenerstellung. Dieser neue Kampagnenerstellungsablauf soll eine einfachere Kampagnenerstellung auf Basis von Marketingzielen ermöglichen. Die Werbeformate werden dann automatisch nach Marketingziel gefiltert. Beim Ziel Brand Awareness schlägt LinkedIn beispielsweise die Verwendung von Sponsored Content, Dynamic Ads oder Text Ads vor.

Von der Beta-Version werden momentan nur die folgenden Ziele abgedeckt:

  • Consideration: mit den Unterzielen Webseitenbesucher („Website visits“), Engagement sowie Videoaufrufe („Video views“)
  • Conversions: mit dem Unterziel Lead-Generierung („Lead generation“)

Brand Awareness, Conversions („Website conversions“) sowie Bewerber („Job applicants“) werden – wie LinkedIn es selbst formuliert – in naher Zukunft der Auswahl hinzugefügt. Die Ziele können jedoch bereits jetzt über einen Workaround abgedeckt werden:

  • Für Kampagnen mit dem Ziel Brand Awareness wählen Sie das Unterziel Webseitenbesucher aus, stellen die Budgetoptimierung auf „Automatisches Gebot“ und maximieren auf Impressionen.
  • Für Kampagnen mit dem Ziel Conversions wählen Sie das Unterziel Webseitenbesucher aus, stellen die Budgetoptimierung auf „Automatisches Gebot“ und maximieren auf Conversions.

Für Bewerber-Kampagnen wählen Sie das Unterziel Webseitenbesucher und das Anzeigenformat Stellenanzeige („Job ad“).

Ein Funnel zeigt, wie die zielorientierte Kampagnenkreation anhand des Marketing-Funnels für LinkedIn-Ads funktioniert.

Zielorientierte Kampagnenkreation auf LinkedIn anhand des Marketing-Funnels

Innerhalb dieser Ziele unterscheiden sich die Möglichkeiten zur Optimierung wie folgt:

  

Consideration

Conversions

Webseitenbesucher

Engagement

Videoaufrufe

Lead-Generierung

Gebotstyp

max. CPM-Gebot

x

x

x

x

max. CPC-Gebot

x

x

x

max. CPV-Gebot

x

automatisches Gebot

x

x

x

Optimierung/
Kampagnenziel

Impressionen

x

x

Besucher/Klicks

x

x

Conversions (Unique Visitors, Registrations etc.)

x

x

x

x

Videoaufrufe

x

Eine Tabelle zeigt, welche Gebotstypen und Möglichkeiten zur Optimierung auf bestimmte Kampagnenziele (Consideration mit den Unterzielen Webseitenbesucher, Engagement und Videoaufrufe sowie Conversions mit dem Unterziel Lead-Generierung) es bei LinkedIn-Ads gibt.

Sponsored Updates, Sponsored Content oder Feed Ads? Sponsored InMail oder Message Ad?

In diversen Artikeln von LinkedIn finden sich derzeit verschiedene Bezeichnungen für ein und dasselbe Ad-Format.

  • Alte Bezeichnung
  • Sponsored Updates
  • Aktuelle Bezeichnung
  • Sponsored Content
  • Zukünftige Bezeichnung
  • Feed Ads

Der alte Begriff Sponsored Updates ist seit 2017 Geschichte, denn damals wurde dieses LinkedIn-Werbeformat in Sponsored Content umbenannt. Dieser Begriff findet sich auch in der aktuellen Version des LinkedIn-Werbeanzeigenmanagers. Dass die Bezeichnung Sponsored Content wohl wahrscheinlich bald in Feed Ads gewandelt wird, darauf deutet ein Artikel zu Native Advertising von LinkedIn selbst hin. Denn klickt man auf die unten abgebildeten Links, wird man auf die LinkedIn-Hilfeseite zum Erstellen von Sponsored Content weitergeleitet:

Das Bild zeigt eine Seite zu LinkedIn-Ads, auf der der neue Begriff Feed Ads im Kontext von Sponsored Content verwendet wird.

Außerdem heißen LinkedIn InMails jetzt Message Ads – was man der Beta-Version des neuen Werbeanzeigenmanagers entnehmen kann. Auch wenn sich die Bezeichnung geändert hat, die Funktionen bleiben gleich.

Was genau versteht man unter LinkedIn Feed Ads (Sponsored Content)?

Der Begriff Sponsored Content (SC) ist eine allgemeine Bezeichnung für bezahlte Werbung auf LinkedIn, welche verschiedene Formen annehmen kann. Grundsätzlich kann man zwischen „direct“ (paid) und „organic“ unterscheiden. Bei den organischen Beiträgen ist der Spielraum der Werbeformate sehr gering: organisch können nur Image-, Link- und Video-Posts veröffentlicht werden.

Werden organische Beiträge auf LinkedIn beworben, so spricht man von Sponsored Content bzw. in Zukunft von Feed Ads.

Werden Beiträge nur im Rahmen von Werbeanzeigen erstellt und nur an die Zielgruppe der Werbekampagnen ausgespielt („dark“), spricht man von Direct Sponsored Content bzw. von Direct Feed Ads.

Diese Bezeichnung bezieht sich darauf, wo auf der LinkedIn-Seite die Ads zu sehen sind, nämlich im Feed des Users, ausgespielt von einer Unternehmens- oder einer Showcase-Seite.

Innerhalb dieser Platzierung im Feed gibt es unterschiedliche Formate:

Für eine Platzierung im LinkedIn-Feed stehen die Werbeanzeigenformate Single Image Ad, Carousel Image Ad und Video Ad zur Verfügung.

In der folgenden Infografik sehen Sie, welche Werbeformate auf LinkedIn zur Verfügung stehen und welche Ziele Sie damit im Marketing-Funnel abdecken:

Eine Infografik zeigt die verfügbaren Formate für LinkedIn-Ads sowie ihre jeweilige Platzierung und die damit verfolgbaren Ziele.

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